Hyaluronsäure-Strukturformel

Zur lokalen Injektion verwenden wir Kollagen und Hyaluronsäure. Beide Materialien werden abgebaut und sind von zeitlich begrenzter Wirkung.


Was ist Collagen?

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und das am meisten sichtbare. Sie besteht, wie Sie vielleicht wissen, aus 2 Schichten. Die oberste Schicht, Epidermis genannt, bildet die Grenze des menschlichen Organismus zur Umwelt. Sie kontrolliert unter anderem den Wasserverlust aus Zellen und Gewebe. Ohne diese schützende Barriere würde unser Körper schnell austrocknen.

Direkt unter der Epidermis liegt die 2. Schicht, die Dermis. Die Dermis setzt sich hauptsächlich aus einem Collagen genannten Protein zusammen, enthält aber auch Blutgefäße, Nerven und Haarwurzeln. Das Protein Collagen bildet ein Netzwerk aus Fasern und bietet so den Rahmen für das Wachstum von Zellen und Blutgefäßen. Da es der Hauptbestandteil der Dermis ist, beeinflußt es im wesentlichen die Struktur und Konsistenz unserer Haut.

In junger Haut ist das Netzwerk aus Collagen intakt, und die Haut bleibt geschmeidig und elastisch. Im Laufe des Alterungsvorganges tritt dann ein Elastizitätsverlust der Collagenfasern ein. Es entwickeln sich mehr oder weniger ausgeprägte Falten im Gesicht. Auch durch lebhafte und kontinuierliche Mimik wird das glatte Aussehen beeinträchtigt.



Was ist injizierbares Collagen?

Injizierbares Collagen ist ein natürliches Protein, das dem körpereigenen Collagen der Haut äußerst ähnlich ist. Zur Behandlung verschiedener Hautveränderungen existieren verschiedene Formen des injizierbaren Collagen. Ihr Arzt entscheidet mit Ihnen, welche Form für Ihre Hautveränderung die geeigneteste ist.



Welche Hautveränderungen können mit injizierbarem Collagen behandelt werden?

Sowohl durch Alterungsvorgänge als auch durch Erkrankungen und Verletzungen kann es zu Störungen der Hautbeschaffenheit mit ästhetischen Beeinträchtigungen kommen. In vielen Fällen ist es möglich, diese Störungen mittels injizierbarem Collagen zu korrig-ieren.

Leichte und mittlere Falten im Gesicht können mit sehr gutem Erfolg behandelt werden. Falten auf der Stirn, den Wangen und dem Lippenbereich sind die typischen Anwendungsgebiete. Bei stark erschlaffter und überschüssiger Haut sind die Behandlungsmöglichkeiten dagegen eingeschränkt.

Eingesunkene Narben können ebenfalls oft gut angegangen werden, wenn der Gewebeverlust nicht zu stark ist. Bei einer Verhärtung der Narben ist die Behandlung meist langwieriger und führt nicht immer zum vollen Erfolg.



Welchen Erfolg können Sie erzielen?

Seit der Entwicklung des injizierbaren Collagen vor mehr als 10 Jahren wurden weltweit millionenfach Patienten behandelt. In vielen Fällen konnten sehr beachtliche Ergebnisse bis zur vollständigen Korrektur erzielt werden.

Altersbedingte Falten und Runzeln der Haut, die meist weich und dehnbar sind, eigenen sich in der Regel sehr gut zur Behandlung mit injizierbarem Collagen. Weiche, eingesunkene Narben sind ebenfalls gut zu behandeln.

Da Narben, wie sie manchmal von abgeheilter Akne herrühren, gelegentlich verhärtet und scharf gerändert sind, sind sie schwieriger zu behandeln. Eine vollständige Korrektur ist oftmals nicht möglich. Es läßt sich jedoch ein erweichender Effekt erzielen. Man erreicht in der Regel sanftere Korrekturen, die auch mit Make-up erfolgreich abgedeckt werden können.



Wie wird behandelt?

Injizierbares Collagen wird mit einer feinen Nadel direkt in die eingesunkenen Hautpartien injiziert. Dabei kommt es unmittelbar danach zu einer sichtbaren Schwellung, die jedoch innerhalb von 6 bis 8 Stunden wieder verschwindet. Die Injektion ist meist schmerzlos. Die Behandlung dauert nicht länger als 10 bis 15 Minuten.

Nicht immer ist mit einer einzigen Injektion die bestmögliche Korrektur zu erzielen. In Abschnitten von etwa 2 Wochen können jedoch weitere Behandlungen durchgeführt werden, bis ein befriedigendes Ergebnis erreicht ist.

Zur Vorbereitung braucht lediglich das Make up entfernt und die Haut gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden.



Wie dauerhaft ist die Behandlung mit dem Bio-Implantat?

Injizierbares Collagen ist ein natürliches biologisches Material, das einer ähnlich langsamen Umwandlung unterliegt wie körpereigenes Collagen. Bei einem dynamischen Vorgang, wie altersbedingten Hautveränderungen, ist mit einem ähnlichen Auftreten neuer Falten zu rechnen.

Auch bei mimischen Falten (z. B. Zornesfalten) muß unter kontinuierlicher Belastung nach einiger Zeit mit einem Wiederauftreten gerechnet werden. Die Erfahrungen aus den letzten 10 Jahren bei mehr als 750.000 Patienten zeigen, daß bei 30 % der Patienten die Korrektur nahezu erhalten blieb. Bei dem anderen Teil schwächte sich der Behandlungseffekt nach einem halben Jahr bis 5 Jahren ab.

Zur Erhaltung des Erscheinungsbildes können Nachkorrekturen jederzeit durchgeführt werden, sollte nach einiger Zeit ein gewisser Abbau des Collagens eingetreten sein.



Wie verhält es sich mit der Verträglichkeit?

Injizierbares Collagen ist ein biologisches Eiweißprodukt, das bei ungefähr 3 % hochempfindlicher Personen unter Umständen allergische Reaktionen verursachen kann. Diese zeigen sich in Form von Rötung, Schwellung und Juckreiz an der Implantationsstelle und bilden sich in der Regel innerhalb kurzer Zeit zurück.

Um eine solche individuelle allergische Empfindlichkeit im voraus abzuklären, muß vor der Behandlung ein Hauttest vorgenommen werden. Die Teststelle muß sorgfältig beobachtet werden, um evtl. auftretende allergische Reaktionen festzustellen.



Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Die Mehrzahl der bei vorausgehender negativer Testreaktion seltenen Nebenwirkungen (1,5 %) ist allergischer Natur: Am Behandlungsort können Schwellungen und Juckreiz auftreten Diese können einige Stunden nach der Behandlung auftreten und entstehen unter Umständen im Zusammenhang mit Alkoholgenuß, Sonnenbestrahlung und Wärmeeinwirkung. Sehr selten können Verhärtungen oder Quaddelbildung auftreten, die sich im allgemeinen spontan zurückbilden. In manchen Fällen kann die Rückbildung allerdings erst nach Monaten abgeschlossen sein. Bei solchen Patienten ist die Therapie abzubrechen.