Peelingtechniken

Gurkenscheiben Der hautstraffende Effekt beruht auf Fruchtsäuren

mechanisches Peeling

* Salzkristalle,
* Zuckerkristalle,
* Scheuerschwämme und harte Bürsten,
* Schleifpartikel aller Art (Tonerde, Sand, Kunststoffpartikel).
* Hanf (Hanföl und feines Hanfschrot)
* Besonders fein zermahlene Bambus-Peeling-Körnchen

chemisches Peeling

* Fruchtsäuren (wirkt oberflächlich, z.B. Glykolsäure)
* Trichloressigsäuren (TCA) (wirkt mitteltief)
* Phenolverbindungen (tiefe Wirkung)
* Retinoidsäuren (Vitamin-A-Säure).

Peeling per
Laser




Peeling mit Fruchtsäuren oder Trichloressigsäure (TCA) wenden wir zur Hautglättung, Bindegewebsstraffung und Reduzierung von Pigmentflecken und kleinen Närbchen an
Abhängig von den zu behandelnden Hautveränderungen wird das Peeling auch in Kombination mit, oder als Ergänzung von anderen Methoden wie Laser oder Botox durchgeführt.

Die Exfoliation der Haut durch Peelingtechniken hat eine lange Geschichte. So benutzten die alten Ägypter tierische Öle, Salze und Alabaster, um ihre Haut ästhetisch zu verbessern. Später wurden Mixturen aus Schwefel, Senf und Sand benutzt, um den Aspekt der Haut zu verschönern. Innerhalb der modernen Medizin waren Hautärzte die Pioniere im Peeling der Haut zu therapeutischen Zwecken. Die ersten Berichte zu diesem Verfahren tauchen nach der Jahrhundertwende auf. In den 60er Jahren griffen dann auch plastische Chirurgen diese Verfahren auf. Heute existieren verschiedene standardisierte Techniken, die sowohl wissenschaftlich als auch klinisch abgesichert sind.

Peeling, auch Chemoexfoliation oder Chemochirurgie genannt, ist die Anwendung eines mehr oder weniger hautreizenden Stoffes, durch den Teile der Hornhaut (Epidermis) und/ oder der 2. Hautschicht (Dermis) abgetragen werden, woraufhin sich eine neue Epidermis und neues dermales Gewebe bildet. Das Hautpeeling setzt auf chemisch-biologischem Wege Schäden, wodurch die obersten Hautschichten kontrolliert bis zu einer bestimmten Tiefe Verletzt werden. Diese stoßen sich ab und machen einer frischen und glatten Hautschicht Platz, die sich aus der Tiefe neu gebildet hat. Die Anwendung solcher Substanzen erzeugt sozusagen eine kontrollierte Wunde, die zu einer Hautverjüngung führt, im Rahmen derer Pigmentflecken, Sonnenschäden, Verhornungsstörungen, Fältchen und oberflächliche Narben verschwinden können.



Welche Hautveränderungen können mittels Peeling behandelt werden?

Die Hautverjüngung mittels Peeling eignet sich zur Glättung von Altersfalten, Akne- und Unfallnarben, oberflächlichen Pigmentflecken sowie Sonnenschäden der Haut und einigen Vorstufen des Hautkrebses. Weiterhin können mit diesem Verfahren auch Erkrankungen der Talgdrüsen wie die Akne und die Rosacea in Folge einer längerfristigen Vergrößerung der Talgdrüsenporenöffnung deutlich gebessert werden.



Wie läuft die Behandlung ab?

Die Substanzen, mit denen ein Hautpeeling durchgeführt wird, sind unterschiedlicher Natur. Eine oberflächliche Hautschälung wird z. B. durch Kräuterpeelings erreicht, wie sie in der Kosmetik üblich sind. Eine Verbesserung des Hautreliefs kann von diesen milden Peelings nur im begrenzten Umfang erwartet werden. Dafür sind allerdings auch die Nebenwirkungen sehr gering.

Die den Ärzten zur Verfügung stehenden Substanzen sind in ihrer Zusammensetzung genau definiert. Zur Verwendung kommen:

1. Retinoidsäuren (Vitamin-A-Säure),ed

2. Trichloressigsäure ( TCS ),

3. Phenol und

4. Fruchtsäuren ( alpha hydroxid acids = AHA )

Die Behandlung einzelner Hautpartien mit einem Peeling kann in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden.

Die anfängliche Wundfläche bedeckt sich innerhalb von 2 Tagen mit einem Wundschorf, der sich nach 5 - 8 Tagen löst und spontan abstößt. Die ersten beiden Tage des Heilungsprozesses können von Wundschmerzen und Spannungsgefühl begleitet sein. Erst nach mehr als 1 Woche nach Abstoßung der kompletten Krustenbildung eine zartrosa gefärbte neue Hautschicht entstanden ist. Diese ist Anfangs noch äußerst empfindlich. Die Nachbehandlung der glatten neuen Haut mit einer Wund- und Heilsalbe für einige Wochen ist zweckmäßig. Kosmetische Cremes und Schminke sind frühestens nach 3 Wochen erlaubt.

Um der möglichen Komplikation einer überschießenden Melaninproduktion der tieferen Hautschichten, die Pigmentveränderungen bewirken würden, vorzubeugen, ist die behandelnde Haut vor natürlicher oder künstlicher Besonnung zu schützen. Ohne entsprechende Behandlung mit Lichtschutzmitteln, (mindestens Faktor 15) sind Sonnenbäder nicht vor Ablauf eines Vierteljahres erlaubt



Welche Ergebnisse können Sie von der Behandlung erwarten?

Neben einer allgemeinen Hautverjüngung werden durch das Peeling vor allem Sonnenschäden der Haut wie Verhornungsstörungen, Pigmentflecken und Fältchen zum Verschwinden gebracht oder zumindest gebessert.

Pigmentverschiebungen sprechen in der Regel sehr gut auf ein chemisches Peeling der Haut an, vorausgesetzt das Pigment liegt innerhalb der Eindringtiefe des Peelings.

Auch Narben können durch ein chemisches Peeling verbessert werden. Hier ist in der Regel allerdings ein tiefes Peeling notwendig, um einen merklichen Erfolg zu erzielen. Zwar können auch mehrere oberflächliche Peelings narbige Hautstrukturen verbessern, allerdings ist der Grad der Verbesserung individuell sehr unterschiedlich.

Da es beim Peeling auch zu einer deutlichen Keratolyse im Bereich der Talgdrüsen kommt, kann ein entscheidender Faktor bei der Entstehung der Akne mittels Peeling beseitigt werden und somit die Aktivität einer Akneerkrankung deutlich und längerfristig gebremst werden.

Die Wirkungen einer Peelingbehandlung halten können bis zu meheren Jahren anhalten. Wiederholungen sind ohne Probleme möglich.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Da die Eindringtiefe der Peelingsubstanzen von verschiedenen Faktoren abhängig ist, kann dies zur Folge haben, daß unbeabsichtigt tiefere Hautschichten in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies könnte die Entwicklung narbiger Veränderungen zur Folge haben. Um diesen schwerwiegenden Komplikationen vorzubeugen, ist es notwendig, die Haut vor Behandlungsbeginn auf feinste Verletzungen und Entzündungen zu untersuchen.

Ein weiterer Aspekt, der die Anwendung einer Peelingbehandlung einschränkt (insbesondere bei der tiefen Form), ist in der möglichen Belastung des Stoffwechsels zu sehen.

Nach dem Peeling weisen die behandelnden Hautpartien eine Wundfläche auf, die sich mit einer Kruste überzieht. Durch Bakterienbesiedlung kann es unter der Kruste zu Infektionen kommen. Diese lassen sich in der Regel mit einer antibiotischen Behandlung gut beherrschen und heilen folgenlos aus. Eine der häufigsten Komplikationen sind Pigmentveränderungen nach dem chemischen Peeling. Zu diesen kommt es vor allem dann, wenn nach einer Peelingbehandlung zu früh mit natürlicher oder künstlicher Besonnung begonnen wird. Die oben dargelegten Hinweise bezüglich natürlicher und künstlicher UV-Lichtexposition müssen ca. 1/4 Jahr streng beachtet werden. Haben sich trotzdem braune Flecken entwickelt, so braucht man Geduld, bis sich die abgeschliffenen Hautpartien farblich der Umgebung angepaßt haben. Dies kann bis zu 2 Jahren dauern. Bei Patienten von sehr dunklem Pigmentationstyp ist das Risiko zu Pigmentveränderungen entsprechend größer. Diese Patienten müssen sehr sorgfältig beraten werden.

Vorsicht ist auch bei Patienten mit einer Couperose (Hautrötung durch erweiterte Hautgefäße) geboten. Durch ein Peeling kann dieses Leiden verschlimmert werden.



Was sollten Sie noch beachten?

Derjenige, der sich für eine Behandlung mittels Hautpeeling interessiert, muß sich über folgendes im klaren sein:

Der operative Eingriff ist nicht sehr groß und hat bei sorgfältiger Durchführung auch geringe Risiken. Die Folgen der Behandlung sind aber auch danach noch für einige Wochen sichtbar. Durch vorsichtiges Schminken der anfänglichen Hautrötung kann man die Folgen der Behandlung recht gut kaschieren. Urlaubsreisen ans Meer oder ins Hochgebirge sind wegen der naturgemäßen verbundenen Sonnenexposition für mindestens drei Monate auszusetzen.